Projektbeispiele
Großes Interesse am Vortrag „Fit für die Bewerbung – auch online!“ im Arbeitslosenzentrum Mönchengladbach
März 2011: Sechs Monate nach Durchführung der Veranstaltung „Fit für die Bewerbung – auch online!“ (Bericht siehe weiter unten) für Freiwillige und Jugendliche beim Sozialdienst katholischer Frauen (SkF), kam es im Arbeitslosenzentrum Mönchengladbach zu einer Neuauflage mit geänderten Schwerpunkten.
Tanja Kulig vom Freiwilligen Zentrum und Jürgen Jakubowski – freiwilliger Referent vom Medien- und IT-Netzwerk MITMG e. V. – hatten sich vorab bei Karl Sasserath, Leiter des Arbeitslosenzentrums, und seinem Team über besondere Erfahrungen und Problemstellungen von Menschen informiert, die bereits länger auf der Suche nach einem Arbeitsplatz sind. So gingen die Referenten im zweigeteilten Vortrag mit praktikablen Tipps zu allgemeinen und technischen Fragen der (Online-)Bewerbung auch auf den Umgang mit Zeiten der Arbeitslosigkeit ein. „Ehrlich sein und zeigen, dass man in Zeiten der Arbeitslosigkeit aktiv war“, lautet ihre Empfehlung. Aktivitäten der Arbeitssuche bzw. „beruflichen Neuorientierung“ sollten durchaus im Lebenslauf aufgeführt werden. Aktiv zu sein kann darüber hinaus auch bedeuten, sich freiwillig zu engagieren. „Freiwilliges Engagement kommt bei Arbeitgebern gut an“, wissen die Referenten, „und nicht selten eröffnet ein Engagement neue Kontakte und damit auch Türen in die Arbeitswelt“.
Knapp dreißig Besucher waren der Einladung zur Veranstaltung gefolgt und ihr großes Interesse spiegelte sich auch in vielen Fragen und einem regen Austausch über die eigenen Erfahrungen mit der Bewerbung wieder. Das Resümee der Veranstalter lautet daher: unbedingt wiederholenswert.
Engagierte Unternehmer aus dem Medien- und IT-Netzwerk MITMG engagieren sich bereits seit einem Jahr ehrenamtlich unter Federführung des Freiwilligen Zentrums in unterschiedlichen sozialen Projekten in Mönchengladbach.
„Gute Stube“ – Neues Angebot mit nostalgischem Flair
Oktober 2010: Wer im Pflegewohnhaus des Caritaszentrums Holt die „Gute Stube“ auf der 2. Etage betritt, der macht unweigerlich eine kleine Zeitreise: Tapeten, Gardinen, Bilder, Polstermöbel, Wandschrank, Radio und Geschirr – alles erinnert an alte Zeiten und lädt zum gemütlichen Klönen ein. Das war auch die Idee bei der Konzeption dieses Gemeinschaftsraumes. „Die Türe wird zukünftig allen Bewohnern offen stehen. Wer mag, kann den Raum für Gespräche, Gruppenaktivitäten oder auch Besuche von Angehörigen zu nutzen“, erklärt Sozialdienstleiterin Sigrid Cloerkes. Gleichzeitig würde der Raum mit den vielen alten „Schätzchen“ auch für die Erinnerungsarbeit mit den Bewohnern genutzt.
Zur Eröffnung kamen nicht nur viele Interessierte aus allen Etagen des Hauses, sondern auch Raumausstatter Günther Terstappen und Malermeister Stephan Martin (Backes & Martin GmbH). Beide hatten sich bereit erklärt, für dieses Projekt teilweise unentgeltlich zu arbeiten. Günther Terstappen verzichtete auf die Bezahlung der Arbeitsstunden im Haus und Stephan Martin gestaltete eines von mehreren Themenzimmern unentgeltlich. „Pro bono“ nennt man diese Form des Corporate Volunteering, bei der sich Unternehmen für soziale Einrichtungen engagieren. „Für uns war es eine einfache und dabei schöne Möglichkeit, mit unseren Mitarbeitern etwas Positives in unserem lokalen Umfeld zu bewirken“, waren sich die beiden Unternehmer einig.
Am Tag der Eröffnung waren sie sehr gespannt auf die Reaktionen der Bewohner. Ein Teil des Interieurs war den älteren Damen und Herren bereits bekannt, denn für die Auswahl der Tapete hatte Sigrid Cloerkes ein kleines Auswahlkomitee gebildet. Und auch die meisten Bilder und Einrichtungsgegenstände stammen größtenteils von den Bewohnern selbst. Doch das Gesamtbild kannte noch niemand und das überzeugte alle. Noch am selben Tag reservierte die erste Bewohnerin den Raum für eine kleine Geburtstagsfeier mit ihren Angehörigen.
IT-Unternehmer machten Freiwillige „Fit für die Bewerbung!“
September 2010: „Engagement macht stark“ lautet das Motto der „Woche des bürgerschaftlichen Engagements“, in der sich alljährlich im September unterschiedliche Akteure und die Medien bundesweit dem Thema Engagement-Förderung widmen. In Mönchengladbach bildeten das Freiwilligen Zentrum des Caritasverbandes, der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF), das Medien- und IT-Netzwerk MITMG e. V. und das Jugendförderungswerk im Rahmen der Veranstaltung „Fit für die Bewerbung – auch online!“ interessierte Ehrenamtliche und Jugendliche weiter.
Die Veranstaltung wendete sich in erster Linie an Freiwillige, die sich beim Sozialdienst katholischer Frauen für Jugendliche im Übergang Schule-Beruf engagieren. Für sie referierten Jürgen Jakubowski vom Medien- und IT-Netzwerk MITMG und Christa Breymann vom Jugendförderungswerk ebenfalls ohne Honorar auf freiwilliger Basis.
Knapp zwei Stunden lang erhielten die Interessierten praktikable Tipps zu allgemeinen und technischen Fragen der Bewerbung. Dabei wurde auch die besondere Variante der Online-Bewerbung vorgestellt, die in Zukunft sicherlich weiter an Bedeutung gewinnen wird. Sie bringt für die Bewerber einerseits Vorteile mit sich, wie Kostenersparnis oder kürzere Kommunikationswege. Andererseits ergeben sich auch neue „Bewerbungsfallen“. Denn die besten Bewerbungsunterlagen landen schnell im Papierkorb des Computers, wenn die E-Mail-Adresse des Bewerbers unseriös klingt, oder kommen gar nicht erst an, wenn die Datei zu groß für das E-Mail-Postfach ist.
Engagierte Unternehmer aus dem Medien- und IT-Netzwerk MITMG haben unter Federführung des örtlichen Freiwilligen Zentrums in diesem Jahr bereits die Veranstaltungen „Kinder und Internet – Chance und Risiko“ für Eltern und „Internet als Tor zur Welt“ für Senioren auf ehrenamtlicher Basis durchgeführt.
Veranstaltung „Kinder und Internet" erneut durchgeführt
September 2010: Mit großer positiver Resonanz hatten die Referenten Jens Eich und Stefan Steinhäuser im März 2010 ehrenamtlich die Veranstaltung "Kinder und Internet - Risiko und Chance" im Caritas-Montessori-Haus durchgeführt (Bericht siehe weiter unten). Ein halbes Jahr später informierten die Referenten nun zum gleichen Thema - wiederum ehrenamtlich - interessierte Eltern, Ehrenamtliche und Mitarbeiter aus den Reihen des Sozialdienstestes katholischer Frauen (SkF). So profitierten gleich zwei soziale Einrichtungen und ihre Nutzer von einem wichtigen und guten Corporate-Volunteering-Projekt.
Senioren entdeckten das „Internet als Tor zur Welt“
Juli 2010: „Nee, das ist nichts mehr für mich, dafür bin ich zu alt“. So reagierten zunächst viele Bewohner des Pflegewohnhauses im Caritaszentrum Holt, als Sozialdienstleiterin Sigrid Cloerkes sie nach ihrem Interesse am Thema Internet befragte.
Anlass war eine im Haus geplante Veranstaltung mit den ehrenamtlichen Referenten Hartmut Peglow, Jens Eich und Dr. Jörg von Wienskowski vom Medien- und IT-Netzwerk MITMG e. V. Gemeinsam mit Sigrid Cloerkes und Tanja Kulig vom Freiwilligen Zentrum hatten sie die Idee entwickelt, Senioren die Möglichkeiten des Internets vorzustellen und gemeinsam mit ihnen Orte zu besuchen, die für sie von Interesse sein könnten. Da bei vielen älteren Menschen hinsichtlich des Internets große Berührungsängste bestehen, war es nicht Ziel des Projektes, dass die Bewohner selbst aktiv am Rechner sitzen. „Wir wollten mit dieser ersten Veranstaltung zunächst Berührungsängste abbauen und das Internet als Tor zur Welt nutzen“, erklärt MITMG-Vorsitzender Hartmut Peglow.
Glücklicherweise siegte bei den meisten der Angesprochenen doch die Neugier und pünktlich zum Veranstaltungsbeginn versammelten sich um 17 Uhr mehr als 15 Bewohnerinnen und Bewohner in der Cafeteria des Pflegewohnhauses. Via Laptop und Beamer wurden die Inhalte der Einführung und schließlich auch ausgewählte Internetseiten zu Themen wie „Caritaseinrichtungen in MG“, „Rheydt wie es früher war“ und „Ost- und Westpreußen“ an die Wand projiziert und rege kommentiert. „Da kommt meine Mutter her“, „Da bin ich zur Schule gegangen“, äußerten sich die Teilnehmer. So erfuhren die Besucher nicht nur Neues über das Netz, sondern auch über ihre Tischnachbarn.
Nach einer Stunde konzentrierten Zuhörens und Diskutierens siegte dann der Hunger. Doch bevor die Bewohner zum Abendessen gingen, meldeten sie bereits mögliche „Reiseziele“ für das nächste Mal an. Gut, dass die MITMG-Referenten bereits vorab versichert hatten, dass sie gerne widerkämen. Der Termin steht bereits: Am 17.08.2010 treffen sich Referenten und „Neu-Surfer“ zum zweiten Mal.
Sieben Männer, ein kleiner Bagger und drei große LKW voll Sand
Juni 2010: Alle zwei Jahre steht im Caritas-Kindergarten Am Kuhbaum in Hardt die große „Sandkastenaktion“ an. Jede Menge fleißige Hände, Schubkarren und Schaufeln sind dann notwendig, um 21 Kubikmeter Sand auszutauschen. Schließlich wird der Sandkastenbereich von den 32 Kindern der heilpädagogischen Kindertagesstätte gerne und rege genutzt und damit auch verschmutzt.
In diesem Jahr erhielten die Mitarbeiter und Eltern der Einrichtung dabei tatkräftige Unterstützung der Firma Walter Bircks GmbH Frischdienst aus Erkelenz. Die beiden Geschäftsführer Markus und Hermann Bircks hatten im Januar eine Informationsveranstaltung des Freiwilligen Zentrums zum Thema „Corporate Volunteering“ besucht und beschlossen: Auch wir wollen bei einem sozialen Projekt tatkräftig mit anpacken. Über das Freiwilligen Zentrum wurde dann der Kontakt zum Kindergarten Am Kuhbaum hergestellt.

Leiterin Ulrike Sauer freute sich sehr über die Verstärkung der vier Mitarbeiter der Firma Bircks, die sogar einen kleinen Bagger mitgebracht hatten. Gemeinsam mit drei Vätern sahen sie sich morgens um 9 Uhr einem riesigen Sandberg gegenüber, der zunächst nicht kleiner zu werden schien. „Auch wir Frauen packten mit an“, berichtete Ulrike Sauer nach fünf anstrengenden Stunden, „aber unsere größte Aufgabe bestand darin, die Herren zu einer stärkenden Essenspause zu zwingen“.
Mit vereinten Kräften und guter Laune konnte das Projekt dann tatsächlich bis zum frühen Nachmittag bewältigt werden. Und als hätte Petrus darauf gewartet, ließ er es auch erst danach kräftig regnen.
Informationsveranstaltung „Kinder und Internet - Risiko und Chance"

Banker pflasterten neue Terrasse

Renovierung Familienzimmer
September 2009: Mitglieder des Expertenkreises Mönchengladbach im Bundesverband mittelständischer Wirtschaft (BVMW) tauschten Schlips und Anzug mit Arbeitsoveralls, Jeans und T-Shirts, um in der Kinderklinik des Elisabeth-Krankenhauses das Familienzimmer mit frischer Farbe zu versehen. Mit dieser „Streich-Aktion" war ihr Engagement jedoch noch nicht beendet, denn die engagierten Experten konnten für ihr Projekt den Architekten Dirk Classen begeistern, der für das Zimmer ein freundliches und gemütliches Raumkonzept erstellte. Darüber hinaus akquirierten die Experten verschiedene Sachspenden wie Farbe und Holz und stellten für die Einrichtung auch selbst eine Spende zur Verfügung. So konnten sie Klinik-Chef Prof. Dr. Wolfgang Kölfen und Stationsleiterin Margot Keidel ein komplett neu gestaltetes Familienzimmer übergeben. Es steht kranken Patienten und ihren Angehörigen als Rückzugsraum zur Verfügung und erfüllt fortan noch besser seine Funktion als Wohlfühl-Oase im Klinik-Alltag.

Foto: Relations & Co.
Vorweihnachtliches Basteln im Kloster
Wohnküchen, Flure und teilweise auch Zimmer schmücken sollte. Michael Obst, der Vorsitzende des Pressevereins Mönchengladbach, hatte sich im Herbst bereits zum zweiten Mal an das Freiwilligen Zentrum gewandt, um ein Corporate Volunteering Projekt durchzuführen. Wie beim Candlelight-Dinner ein Jahr zuvor sollte erneut die Kommunikation mit der Zielgruppe der Einrichtung im Vordergrund stehen. „Eine solche Aktion ist für die älteren Menschen in unserer Einrichtung ein besonderes Ereignis, das noch lange positiv nachwirkt", erklärte Sigrid Cloerkes im Anschluss an die gemeinsamen Stunden am späten Nachmittag. Die Sozialdienstleiterin im Caritaszentrum Holt hatte sich daher trotz des bevorstehenden Umzugs gerne die Zeit für dieses kreative Projekt mit den Mönchengladbacher Journalisten genommen. Foto: Relations & Co.
Candlelight-Dinner im Altenzentrum Neuwerk
November 2008: Sechs Journalisten des Pressevereins Mönchengladbach e. V. im Deutschen Journalisten Verband veranstalteten für Bewohnerinnen und Bewohner des Pflegewohnhauses im Caritaszentrum Neuwerk ein Candlelight-Dinner. Das Projekt umfasste verschiedene Phasen: Nach Entscheidung für diese Projektidee wurde gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Freiwilligen Zentrums und des Pflegewohnhauses gemeinsam am Konzept weitergearbeitet, wobei alle Seiten sich in ihrer Unterschiedlichkeit einbringen konnten. So kam beispielsweise über den Presseverein der Kontakt zu Ökotrophologie-Studenten der Hochschule Niederrhein zustande, die bei der Zusammenstellung des Vier-Gänge-Menüs wertvolle Tipps gaben. Im weiteren Verlauf übernahmen die Journalisten weitere Tätigkeiten in Zusammenhang mit der Vorbereitung des gemeinsamen Abends, wie die Gestaltung der Speisekarte oder Planung des musikalischen Rahmenprogramms.
Am Abend selbst standen dann neben der Bewirtung besonders das Gespräch und der gemeinsame Austausch im Vordergrund - ein Ziel, das die Journalisten vorab bei ihrer Anfrage an das Freiwilligen Zentrum klar formuliert hatten. Am Ende des Abends war eine Brücke zwischen zwei Lebenswelten entstanden und alle Beteiligten waren dankbar für die ihnen gewährten Einblicke.
