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14.06.2017

Die richtigen Worte finden

Mit 15 neu ausgebildeten Hospizbegleitern sind es nun weit über 40 ehrenamtliche Mitarbeiter des Caritasverbandes, die sich um Schwerstkranke, Sterbende und deren Angehörige kümmern. Ein weiterer mehrmonatiger Qualifizierungskurs schloss jetzt mit einer feierlichen Übergabe der Zertifikate an die Teilnehmer ab.

„Das sprach mich einfach an“, erinnert sich Dorothee Tillmann. Die 60-Jährige kommt aus Hagen, vor einigen Jahren zog sie der Liebe wegen nach Mönchengladbach. Hier als gelernte Arzthelferin eine neue Anstellung zu bekommen, gestaltete sich altersbedingt recht schwierig. Statt sich weiter auf die Suche zu machen, entschied sie sich, in ihrer neuen Heimat ehrenamtlich zu arbeiten. Sie probierte verschiedene Einsatzbereiche aus, landete schließlich bei der Hausnotruf-Zentrale der Caritas. Hier wurde sie durch einen Aushang auf die Ausbildung zum Hospizbegleiter aufmerksam. „Da mach‘ ich mit, hab‘ ich gleich zu meinem Mann gesagt“, erinnert sich Dorothee Tillmann, für die diese Aufgabe absolutes Neuland bedeutet. Aber Bedenken hat sie keine. Sie freut sich darauf, Menschen in der letzten Lebensphase ihre Zeit und Aufmerksamkeit zu schenken.

So geht es auch Ulrike Schuldt. Die ebenfalls 60-Jährige arbeitet in der Pflege und Betreuung älterer Menschen. Sterbebegleitung spielt deshalb sowieso eine wichtige Rolle in der Tätigkeit der überzeugten Christin. Durch den Kurs fühlt sie sich für die Zukunft noch sicherer im Umgang mit Betroffenen und Angehörigen.

Caritas_Qualifizierung_Palliativbegleiter_2017

Ihre Zertifikate erhielten die neuen ehrenamtlichen Hospizbegleiter von Manuela Jansen (rechts) und den Koordinatorinnen Nicole Gatzweiler (3.v.r.) und Irmtrud Buffen (links).

 

Wie schon in den vergangenen Jahren waren es ganz unterschiedliche Motivationen, die die Teilnehmer des gerade beendeten siebten Qualifizierungskurses für ehrenamtliche Hospizarbeit in 100 Stunden theoretischer und praktischer Ausbildung zusammenführten. „Sie haben gelernt, ein offenes Ohr zu haben, Trost zu spenden, Kraft zu geben. Für Ihre Bereitschaft, Menschen in der letzten Lebensphase zu begleiten, danke ich Ihnen von ganzem Herzen“, sagte Manuela Jansen, Bereichsleitung Alter und Pflege beim Caritasverband, als sie die Zertifikate aushändigte.

Ab jetzt können die Absolventen flexibel im ambulanten oder stationären Bereich eingesetzt werden. Um die Koordination kümmern sich Nicole Gatzweiler und Irmtrud Buffen, die als Dozentinnen auch die Fortbildungen leiten und darüber hinaus Ansprechpartnerinnen für die Ehrenamtler im Einsatz bleiben. „Mit dem erworbenen Wissen können jetzt alle 15 mit Achtsamkeit in ihre Aufgabe starten, Nähe und Vertrautheit zu Sterbenden und ihren Familien aufbauen und zur richtigen Zeit die richtigen Worte finden“, fassten es die beiden am Rande der Feierstunde zusammen.

Info:

Ab November bietet der Caritasverband einen weiteren Qualifizierungskurs für angehende Hospizbegleiter an. Wer sich dafür interessiert, setzt sich mit den Koordinatorinnen Nicole Gatzweiler oder Irmtrud Buffen unter Tel. 02161-8102-0 oder per Mail an palliativdienst@caritas-mg.de in Verbindung. Informationen gibt es auch im Internet: www.caritas-mg.de.

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